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Aus der Feder von Susanne Wiborg

Quer durch den Garten

Um es vorwegzunehmen: Als einzige problemlose Test-Teilnehmerin erwies sich Terrier Erbse. Die fraß alles, solange es nur mit genügend Fleisch serviert wurde. Ich war da schon weniger geschmackstolerant, und die Hühner schossen buchstäblich den Vogel ab. Beim Versuch, ihnen hausgemachtes Superfood näherzubringen, fühlte ich mich zeitweise wie die legendäre Helikoptermutter, die aufwändig makrobiotisch kocht, aber die Gören wollen nichts als Fischstäbchen. Jedenfalls reagierten die Gefiederten auf mein stolz präsentiertes, mühsam kleingehacktes Angebot meist ganz anders, als von der Fachwelt versprochen, und ich kam mir regelmäßig ziemlich blöde vor. Wo waren sie denn nun, diese unfehlbaren Instinkte fürs Gesunde?

Junges Gras zumindest war immer begehrt, und zufriedenstellende Zustimmung fanden auch die sattgrünen Blätter des Scharbockskrauts, das üppig unter den Sträuchern wuchert. So gesund sie auch sein mögen, sie sind schon ganz schön sauer und mit der Blüte dann bitter und ungenießbar. Aber immerhin wurden sie von den Hühnern restlos weggepickt, und so machte ich mich hoffnungsvoll an den zweiten Wucherer, den ich gerne mit vereintem Aufessen unter Kontrolle gebracht hätte: den Giersch. Den mochten wir alle, solange er noch ganz winzig, das heißt ziemlich geschmacksneutral, war. Wird er größer, schmeckt er heftig nach welkem Möhrenkraut, was Mensch und Huhn gleichermaßen ungenießbar fanden. Echt schade, denn das Angebot hier hätte locker über den Sommer gereicht und zwar für die ganze Mannschaft. Enttäuschend auch die so appetitlich aussehenden Veilchenblätter, die als strohig und völlig undelikat durchfielen. Ganz anders der Bärlauch, mein großer Favorit, den die Hühner zum Glück so wenig mochten, dass ich nicht zu teilen brauchte. Knoblauchsrauke, die doch ein ähnliches Aroma hat, fanden sie komischerweise ausgesprochen lecker.

Kulinarischer Klassiker ist der Löwenzahn, von dem uns die Ringeltauben als gefiederte Konkurrenz ständig die frischen Blätter wegzupften. Ich mag seinen intensiven, bitteren Chicoréegeschmack sehr. Die Hühner, die ihn angeblich so lieben sollen, langten höchstens dann zögernd zu, wenn er ganz fein gehackt war und es nichts anderes gab. Ähnlich bei den Gänseblümchen: Mensch fand das Feldsalat-Aroma delikat, Huhn nicht. Spitzwegerich erwies sich als regelrecht widerlich, hart und schmierig – ein Nein von allen Seiten. Nein sagten die Hühner leider auch zur Vogelmiere, was mich umso mehr wunderte, als sich alle meine Kleinvögel um sie gerissen hatten. Doch auch hier galt: Kleingehackt eventuell, aber wenn möglich wurde aussortiert. Vielleicht war es dieses Aroma von wässerigem Kopfsalat, das auch mich nicht völlig überzeugte. Bei den Weidenröschen gingen die Geschmäcker dann völlig auseinander: Obwohl ihre Austriebe in alten Kräuterbüchern als leckeres Frühlingsgemüse angepriesen werden, ließ mich der säuerliche und schleimige Geschmack umgehend verzichten. Was die Hühner sicher freute, denn die verputzten sie begeistert mit Stumpf und Stiel. Knospen und Austrieb der Linden, ebenfalls als vergessener Gesundbrunnen gefeiert, hatten wir noch nie probiert. Werden wir auch nie wieder tun: Sie erwiesen sich als so kratzig und von unangenehm wolliger Textur, dass wir sie kollektiv verschmähten.

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