Rechnen lohnt sich
2020/2021: Auf und ab der Kosten
Im Vergleich beider Wirtschaftsjahre steigt die Summe der variablen Kosten um gut 250 €/ha. Durch den gleichzeitigen Anstieg der Verkaufserlöse um 400 €/ha.lässt sich der Verlust der Kosten in dieser Rechnung ausgleichen. Wichtig ist hierbei, dass die Kosten des Düngers anhand von aktuellen Werten berechnet sind und sich jederzeit deutlich erhöhen können. Dies gilt auch für die Vollkostenrechnung. Kosten für zugepachteten Lagerraum, Pachtkosten und der Eigenanteil der Flächen variieren teilweise erheblich. Der hier angewendete Fall von 60 Prozent Pachtanteil und Pachtkosten von 600 Euro/ha sowie ein eigener Lagerraum mit einem Fremdkapitalbedarf von 60 Prozent wird daher nur beispielhaft eingerechnet. Ein weiterer Kostenfaktor ist die Flächenprämie, die ab 2023 neue Vorgaben bringt. Dies hätte auch Auswirkungen auf den Unternehmergewinn, der in diesem Jahr zwar 140 €/ha höher liegt als im Jahr zuvor, allerdings keinen Abfall der Erlöse und keine Steigerungen bei den Kosten beinhaltet.
2021/2022: Ökonomisch bleiben
Wer für das Wirtschaftsjahr 2020/2021 bereits im Herbst Dünger eingekauft und das Getreide erst im Frühjahr verkauft hatte, lag beim Deckungsbeitrag deutlich höher als hier im Beispiel. Die Preise für Kalkammonsalpeter lagen im Vergleich zu 2022 gut 50 Prozent niedriger. Das Saatgut ist mit einem Z-Saatgut-Anteil von 100 Prozent bei einer Aussaatstärke von 160 kg/ha gerechnet und liegt damit 10 Euro/ha unter dem Wert von 2022. Auch beim geringeren Unternehmergewinn spielen die Faktoren variable Kosten und Verkaufserlös die entscheidende Rolle. Die kalkulatorischen Faktorkosten weichen nur gering ab.
* Im Beispiel wurde für einen reinen Ackerbaubetrieb gerechnet. Für Tierhaltungsbetriebe stellt sich die Situation anders dar, weil dort die Erlöse sinken und auch die Futterkosten steigen.
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