Brennholz ist erneuerbar
Durch RED III, so heißt die geplante Neufassung der Erneuerbar Energien Richtlinie, sollen geringwertige Holzsortimente aus der Waldbewirtschaftung als Energieträger gegenüber Sägenebenprodukten schlechter gestellt werden. Sie sollen ihre Eigenschaft als „erneuerbar“ verlieren. In der Folge könnten diese Hölzer nicht mehr als klimaneutraler Rohstoff genutzt und entsprechende Anlagen, also z. B. Hackschnitzelheizungen oder Nahwärmenetze auf dieser Basis nicht mehr gefördert werden. Im schlimmsten Fall droht eine CO2-Abgabe auf den Energieträger Holz – da nicht mehr erneuerbar! Spätestens ab 2050 sollen nur noch erneuerbare Energien abgabefrei sein.
Dieser Ansatz ist aus folgenden Gründen inakzeptabel und in der Praxis nicht handhabbar:
- Das Rohstoffaufkommen von geringwertigen Nebenprodukten der Holznutzung wird in den nächsten Jahrzehnten zunehmen. Die riesigen Holzvorräte von Nadelholz (insbesondere Fichte, Kiefer), die wegen der Anpassung der Wälder an ein wärmeres Klima zwingend anfallen werden, müssen verwertet werden. Der notwendige Baumartenwechsel zur Klimaanpassung erhöht durch Waldpflege und Waldumbau die regionale Rohstoffverfügbarkeit. In dieser Situation die energetische Nutzung dieses Materials aufzugeben ist – zurückhaltend ausgedrückt – einfach kurzsichtig und dumm.
- Mit der Aberkennung der Erneuerbarkeit ergibt sich die Konsequenz einer potenziellen CO2-Abgabe für Energieholz aus dem Wald.
- Mit der Aberkennung der Erneuerbarkeit muss die Energieerzeugung aus Nebenprodukten der Waldbewirtschaftung ab dem Zeitpunkt enden, an dem nur noch erneuerbare Energieformen erlaubt sein werden. (Ziele sind: Bayern 2040, Bund 2045, EU 2050). Deshalb hätte eine verringerte Förderung wesentlich weniger schädliche Folgen als der Verlust der Eigenschaft als erneuerbare Energie.
- Ein faktischer Zwang zur Kaskadennutzung von Waldholz ist besonders für Kleinbetriebe, wegen geringer Mengenanfälle, logistisch nicht möglich.
- Frustration und Demotivation der Waldbesitzer sind die Folge. Es verbliebe eine eingeschränkte Wertschöpfung beim Verkauf an die Oligopole der Holzindustrie als einzig verbleibende Abnehmer.
- Die dringend notwendige Waldpflege wird wegen zunehmendem Desinteresse an der Waldbewirtschaftung weiter nachlassen.
- CO2-Emissionen durch natürliche Zersetzung im Wald werden zunehmen (kalte Verbrennung Dadurch verschlechtert sich die Klimaschutzfunktion der Wälder dramatisch.
- Ausbaupotenziale für die Energieerzeugung mit Waldholz sind in der EU äußerst unterschiedlich. Mitgliedsstaaten, die noch gar nicht begonnen haben, ihre Potenziale der Bioenergie zu entwickeln, wird diese Chance von vorneherein genommen. Das widerspricht den Zielen des Green Deals.
- Rechtsverstöße gegen geltende Gesetze in einzelnen Regionen von Rumänien (wegen Korruption und mangelnder Compliance), müssen vor Ort bekämpft werden und nicht durch Regulierungen und Bürokratie für die gesamte EU.
- Fehlentwicklungen in Form von internationalem Handel mit nicht nachhaltig erzeugter Waldbiomasse müssen differenziert und passgenau abgestellt werden und nicht mit einer pauschalen Aberkennung der Erneuerbarkeit. Es ist unerträglich, wie alle in einen Topf geworfen werden.
- Der Beschluss des EU-Parlamentes ist die Folge der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Stakeholder in der Interessensvertretung. Es handelt sich um einen Zangenangriff von Naturschutz- und Holzindustrie auf Kosten der Waldbesitzer.
- Die ländliche Bevölkerung wäre von der Regulierungspolitik der EU enttäuscht und das Vertrauen in die EU-Institutionen wird abnehmen. Die Tatsache, dass die Nebenprodukte aus dem Wald schlechter gestellt würden als die Nebenprodukte der Industrie, würde ein tiefes lang anhaltendes Gefühl der Ungerechtigkeit erzeugen.
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