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Die Leserfrage

Leberveränderungen erkennen

Univ. Doz. Dr. Armin Deutz ist Amtstierarzt in Murau/ Steiermark, Gerichtssachverständiger für Veterinärmedizin und Jagd, Fütterung und Tierschutz sowie Fachtierarzt für Wild- und Zootiere.

„Milchflecken“ oder „milk spots“ sind Auffälligkeiten, die auch bei der Organuntersuchung von Hausschweinen immer wieder auffallen und durch wandernde Spulwurmlarven verursacht werden. Spulwürmer sind eigentlich Darmparasiten, ihre Larven können aber „wandern“ und in andere Organe, wie eben in die Leber, gelangen. In die Leber einwandernde Larven verursachen eine lokale Leberentzündung. Die weißen, zum Teil netzförmigen Veränderungen an der Leber mit zentral gelegenem, erhabenem Knötchen, sind eine lokale Immunreaktion auf die Wanderlarven. Bei einmaliger Infektion bilden sich die Milchflecken innerhalb von 3 bis 6 Wochen wieder zurück, bei wiederholten Infektionen entstehen weitere Milchflecken. Hochgradige Infektionen bewirken eine gesteigerte Körperabwehr des Tieres, wonach Spulwurmlarven die Darmbarriere nicht mehr überwinden können. Massive Infektionen der Leber mit Schweinespulwurmlarven können zu ausgedehnten Entzündungsbereichen sowie Funktionseinschränkungen der Leber oder Gelbsucht führen.

Wildschweineleber mit parasitär bedingten „Milchflecken“.

Auf der Oberfläche der zweiten Leber ist eine mit klarer Flüssigkeit gefüllte Blase zu erkennen – eine Bandwurmfinne – nicht zu verwechseln mit der Gallenblase. In der Finne befindet sich das milchig trübe Entwicklungsstadium des Bandwurmes (Zystizerkus) mit eingestülpter Kopfanlage. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es eine Finne eines Bandwurmes von Hundeartigen (Taenia hydatigena). Das reife Finnenstadium im Zwischenwirt – hier Wildschwein – wird als Cysticercus tenuicollis bezeichnet. Schwein und Wildschwein sowie Rind sind Zwischenwirte dieser Bandwurmart der Carnivoren. Wenn Zwischenwirte aus dem Kot von Hundeartigen Bandwurmeier aufnehmen, werden im Darm Hakenlarven frei, gelangen über den Blutweg in die Leber und durchwandern bis zu 8 Wochen das Lebergewebe, um die Leberoberfläche zu erreichen. Die Mehrzahl der Larven durchdringt die Leberkapsel und bildet dann an der Leberoberfläche oder in Netz und Gekröse Finnen, die häufig übersehen werden. Hunde sollten regelmäßig entwurmt werden und kein rohes (Wild-)Schweinefleisch bzw. rohe Organe verfüttert bekommen (auch wegen der Aujeszkyschen Krankheit!), damit sie sich nicht mit Bandwurmfinnen infizieren und später wieder Bandwurmeier ausscheiden.

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