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Die optimale Saatstärke auswählen

Die Sicherheitsabschläge bei den Empfehlungen zur Aussaat-stärke von Mais sind durchaus berechtigt.

Die anzustrebende Bestandesdichte bei Silomais liegt bei kompakten Sortentypen bei 8 bis 10 Pflanzen (Pfl.)/m². Großrahmige, massenwüchsige Sorten sollten mit 7 bis 9 Pfl./m² ausgesät werden. Auf trockenen Standorten sollte der untere Wert angestrebt werden, bei guter Wasserversorgung der obere. Sorten mit erhöhter Lageranfälligkeit sollten um etwa eine Pfl./m² niedriger ausgesät werden. Nur bei sehr kompakten Typen (häufig sehr frühreife Sorten) oder sehr sicherer Wasserversorgung bzw. ausreichender Beregnung können auch Saatstärken von über 10 Pfl./m² sinnvoll sein.

Die Aussaatstärke für Körnermais liegt jeweils um eine Pflanze pro m2 niedriger als für die Silonutzung. Die anzustrebende Saatstärke ergibt sich aus der Abwägung zwischen maximal möglichem Ertrag und Risikofaktoren wie Wasserversorgung und Standfestigkeit. Durch Wassermangel steigt die Gefahr für schlechte Kolbenausbildung und Qualitätsverluste. Auch der Saatgutaufwand ist zu berücksichtigen. Die Tabelle zeigt die Saatstärkeempfehlungen zu Silomais. Die Landwirtschaftskammern im Nordwesten bieten den Züchter- und Vertriebsfirmen jährlich Sortenversuche mit Bestandesdichte-Prüfungen an. In der Regel werden zehn bis 15 Sorten in vier Saatstärken von 7 bis 13 Pfl./m² geprüft. Die in 2018 durch die Dürre erwarteten Effekte waren deutlich zu sehen, in 2019 wiederholte sich das, allerdings weniger gravierend. Mit zunehmender Pflanzenzahl waren zwar eine leicht rückläufige Energiedichte und auch sinkende Stärkegehalte und -erträge festzustellen, doch stiegen trotz massiver Trockenheit die Masse- und Energieerträge leicht an. Die Ergebnisse 2019 zeigt die Grafik. Im Sommer 2018 sah das ähnlich aus. Hier wurde ebenfalls der negative Einfluss einer zu hohen Bestandesdichte deutlich; nicht nur die Qualität, auch die Ertragsparameter gingen bei überhöhter Pflanzenzahl zurück. Das zeigt, dass die Sicherheitsabschläge bei den Empfehlungen zur Aussaatstärke von Mais durchaus berechtigt sind, denn diese Effekte traten unter Versuchsbedingungen auf relativ guten Standorten auf. Bei leichten und grundwasserfernen Böden fallen die beschriebenen Effekte gleichwohl stärker aus. Ebenfalls deutlich zu erkennen ist der Effekt der sinkenden Standfestigkeit bei steigender Pflanzenzahl pro m2. Dies wurde im Jahr 2017 besonders deutlich, ist aber häufig in den Bestandesdichten-Versuchen zu beobachten. Auch das macht klar, dass die Wahl der Bestandesdichte immer ein Kompromiss aus agronomischen und wirtschaftlichen Faktoren ist.

Erzielbare Mehrerträge durch höhere Saatstärken liegen auch in Jahren mit günstiger Witterung häufig nur im Bereich weniger Prozentpunkte, sodass höhere Saatstärken vor dem Hintergrund höherer Kosten und Risiken nicht zu rechtfertigen sind. Als Beispiel für ein schwieriges Jahr dienen die Bestandesdichtenprüfungen 2019. Die Grafik zeigt die Trockenmasseerträge als Relativwerte bezogen auf zwei LSV-Verrechnungssorten bei 9 Pfl./m² sowie die erreichte Abreife. Auswertbar und verrechnet wurden drei Versuche aus Nordwestdeutschland. Die einzelnen Sorten (mit Buchstaben gekennzeichnet, siehe Tabelle) zeigen ausgehend von den üblichen 9 Pfl./m² bei zunehmender Saatstärke nur geringe Ertragssteigerungen, häufig im Bereich von nur zwei bis drei Prozentpunkten. Gleichzeitig sinken die Inhaltsstoffgehalte leicht ab (nicht dargestellt). Die Abreife der Bestände reagiert bei zunehmender Saatstärke erstaunlich gering. Die Ergebnisse der in dieser Prüfung angemeldeten Sorten sind darüber hinaus interessant, da sie neue Sorten im Vergleich zu Verrechnungssorten aus den Landessortenversuchen (LSV) zeigen. Es handelt sich i.d.R. um vertriebsfähige (EU)Sorten. Die Sortenleistungen in dieser Prüfung erreichen nur selten das Leistungsniveau der Landessortenversuche. Einzelne Sorten schaffen jedoch regelmäßig den Aufstieg in die LSV. Auffällig ist hierbei, dass viele Sorten deutlich später abreifen als die Verrechnungssorten aus dem mittelfrühen Silomaissortiment, und dass, obwohl die vom Vertreiber genannte Reifezahl dies nicht erwarten lässt. Ein Unterschied im TS-Gehalt von einem Prozentpunkt entspricht etwa zehn Reifeeinheiten der Reifezahl. Zur Ernte war die Silierreife von 32 % bei fast allen Prüfsorten erreicht. Die Abreife der Verrechnungssorten Benedictio KWS (S 230) und LG 30258 (S 240) lag im TS-Bereich 35/36 %. Dies zeigt, dass die Prüfsorten, die nur bis etwa 33 % TS-Gehalt erreicht haben, zum mittelspäten Sortiment ab S 260 gehören, auch wenn zum Teil niedrigere Reifezahlen angegeben werden. Nur zwei Sorten gehören in der Tat zum frühen Sortiment.

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