Hans Carl von Carlowitz heute
Hinter den Überlegungen von Hans Carl von Carlowitz steht, wie ein hoch arbeitsteiliges Gemeinwesen dauerhaft und krisensicher mit Ressourcen versorgt werden kann. Dazu hatte von Carlowitz ganz Europa bereist und nach Antworten für eine bessere Forstpraxis gesucht. In seinem Buch von der Wilden Baumzucht oder Sylvicultura oeconomica bietet er diese Antworten. Je größer die Energie- und Rohstoffkrise in den auf von Carlowitz folgenden Jahrhunderten wurde, desto mehr wurde das Problem in Wörtern wie „Holznot“, „Ressourcenknappheit“ oder „Energiekrise“ verdichtet und die Lösung im Wort „Nachhaltigkeit“ komprimiert.
Die Wälder waren zu dieser Zeit das Menetekel eines zügellosen Umgangs mit den Schätzen der Natur – das ist vergleichbar mit der gegenwärtigen Situation, nur der Maßstab ist heute ein viel größerer, ein globaler. Die französische Filmdokumentation „Die Erdzerstörer“ (2019) rekonstruiert die erschreckenden Folgen von 200 Jahren Industriekapitalismus, von Kohleeinstieg bis Big Data und beschreibt die aktuelle Situation folgendermaßen: „Der seit Beginn des 19. Jahrhunderts von der Bourgeoisie der Industrienationen und Kolonialmächte entwickelte Lebensstandard ist für ein 1/5 der Welt zum globalisierten Alltag geworden. Heute wächst der Kohleverbrauch weiter an und der Ölverbrauch hat zum ersten Mal 100 Millionen Barrel pro Tag überschritten. Und nach und nach realisieren wir, dass die Produktion von Solarzellen extrem viele Bergbauprodukte verschlingt. Unsere digitale Infrastruktur frisst immer mehr Energie. Das Heilsversprechen für den Planeten durch die sogenannten grünen Technologien und durch die Digitalisierung erinnert immer stärker an das Versprechen zu Beginn des 19. Jahrhunderts; damals sollten Wälder und Klima durch die Kohle gerettet werden.“ Tatsächlich wurde vor 200 Jahren durch Ausweichen auf Kohle, später auch auf Öl und Gas, das Problem der Holznot (Energiekrise) für die exponentiell wachsende europäische Bevölkerung gelöst. Seither ist aber auch die CO2-neutrale Kreislaufwirtschaft durchbrochen. Es ist ein Paradoxon der Geschichte: Durch diese Substitution betritt die neu entstehende Industrie den fossilen Pfad der Unnachhaltigkeit und die vom Zwang, Brennholz in riesigen Mengen herbeischaffen zu müssen, befreite Forstwirtschaft fokussiert sich auf nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken und kultiviert dies als Prinzip.
So entwickelte sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ seit dem 19. Jahrhundert zum Leitbegriff allen forstlichen Handelns. Auf vielfältige Weise wurde sie mit Formeln und Plänen im Wald umgesetzt und durch Kontrollen sichergestellt. Es brauchte dennoch Jahrzehnte guter Ausbildung, bis sich nachhaltiges Handeln in der Forstwirtschaft als Selbstverständlichkeit durchsetzte. Heute sind wir in einer ähnlichen Phase, nur allgemeiner: Nachhaltigkeit muss sich als Leitbild und Alltagskultur in allem menschlichen Handeln etablieren und ist die vordringlichste (Bildungs-)Aufgabe unserer Zeit.
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